Veilchen

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Veilchen, Wohlriechendes – Viola odorata – Veilchengewächse (Violaceae) 

Aufgrund seines wunderbaren Duftes wurde es bereits in der Antike genutzt und angebaut. Es hat einen großen Stellenwert im Frühlingsbrauchtum (Symbol der Wiedergeburt, des ewigen Kreislaufes der Natur).
Volksmedizinisch wurde es vor allem bei Husten und Bronchialleiden eingesetzt, ebenso zur Blutreinigung.

Vorkommen/Standort:
Waldränder, Laubwälder, Parks, Wegränder.
Liebt es halbschattig bis schattig.
Charakteristisches Merkmal: Blütenstängel kommen direkt aus dem Wurzelstock, die Blätter sind herz-eiförmig, fein behaart, die fünfteilige Blüte dunkelviolett mit 5 Blütenblättern und duftet angenehm.

Zu verwechseln mit:
Europäischer Haselwurz (Asarum europaeum): ähnliche Blätter (jedoch ledrig und glänzend), leicht giftig.
Anderen Veilchenarten (jedoch wie das Wohlriechende Veilchen zu verwenden).

Volksnamen:
Wohlriechendes Veilchen, März-Veilchen, Duft-Veilchen

Wichtigste Inhaltsstoffe:
Kraut: Saponine, Bitterstoffe Eugenol und Violin, Schleimstoffe, Salizylsäuremethylester, Odarotin
Blüten: ätherische Öle  (u.a. Eugenol), Farbstoff Cyamin
Wurzel: Alkaloid (Odarotin) – kann leicht brechreizerregend wirken

Was kann man wie verwenden:
Heute verwendet man die Blüten vor allem als Beigabe zu schleimlösenden Hustentees sowie als essbare Dekoration, z. B. im Salat.
Essbar sind auch die jungen Triebe der Pflanze, z.B. als Salatbeigabe.
Die Blüten werden auch gerne in Essig eingelegt oder in Zucker kandiert.
In großen Mengen können Blüte und Kraut evtl. zu Übelkeit führen, deshalb nur in kleinen Mengen verwenden.

Erntezeitpunkt:
Blütezeit (März/April)