Spitzwegerich

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Spitz-Wegerich - Plantago lanceolata - Wegerichgewächs

Der Spitzwegerich wird seit der Steinzeit als Wundheilmittel verwendet. Er hilft nicht nur bei Mückenstichen und Husten, sondern ist auch eine leckere Ergänzung für die Wildkräuterküche mit seinem champignonartigen Aroma.

Vorkommen/Standort:
Auf Wiesen.

Charakteristisches Merkmal:
Die schmalen, länglichen Blätter haben starke Blattnerven (deutlich zu erspüren und zu sehen).

Volksnamen:
Heufresser, Heilwegerich.

Wichtigste Inhaltsstoffe:
Iridoide (Aucubin), Schleimstoffe, Saponine, Flavonoide, Kieselsäure, Mineralstoffe (viel Zink- und Kalium) sowie Vitamin B und C.

Was kann man wie verwenden:
Die zarteren Blätter eignen sich als Salat- oder Gemüsezusatz, bitte die Blätter dafür quer zur stabilen Faser in schmale Streifen schneiden. Oder ab damit in den Smoothie.
Die knospenden Blütenstände können roh geknabbert werden, passen ebenfalls in den Salat, gedünstet sind sie auch sehr lecker! Um sie haltbarer zu machen, kann man sie in Öl einlegen.
Die frischen reifen Samen kann man gut über den Salat streuen.

In der Pflanzenheilkunde wird der Spitzwegerich innerlich vor allem bei Husten eingesetzt, eignet sich jedoch für alle Lungen- und Bronchialerkrankungen.
Äußerlich wird er bei entzündlichen Erkrankungen des Mund- und Rachenraumes eingesetzt. In der Volksheilkunde wird er zur Blutstillung genutzt. „Ersthelfer“ bei kleinen Wunden oder um Insektenstiche zu lindern.
Er wirkt im frischen Zustand antibakteriell, reinigend und erfrischend.

Erntezeitpunkt:
Küche: von April-Juni schmecken die Blätter am besten, danach am besten Blätter aus der Rosettenmitte ernten.
Blüten: von Mai-Juli
Samen: von August – Oktober
Die meiste Heilkraft steckt im Spitzwegerich während der Blütezeit von Juni bis Oktober.