Giersch

Gewöhnlicher Giersch, Geißfuß – Aegopodium podagraria – Doldengewächse (Apiaceae)

Die Gichtpflanze schlechthin in der traditionellen Volksheilkunde. Sie wird auch St. Gerhardskraut - nach dem Schutzpatron der Gichtkranken – genannt.
Das gequetschte Kraut kann bei Rheuma, Gicht und auch Insektenstichen direkt aufgelegt werden. Es lindert und verkürzt den Schmerz.
In der Wildkräuterküche eine Bereicherung für jeden Salat und jede Suppe!

Vorkommen/Standort:
In feuchten und schattigen Lagen, vor allem an Gehölzrändern bis in 1300m Höhe.
Vermehrt sich über starke Wurzelausläufer.

Charakteristisches Merkmal:
Das Gesamtblatt verzweigt sich dreiteilig. Der Blattstiel ist dreikantig und bis zu 20cm lang.

Zu verwechseln mit:
Es gibt giftige Doldenblütler mit einem ähnlichen Blütenstand, jedoch haben ihre Blätter eine andere Form.

Volksnamen:
Dreiblatt, Gichtkraut, St. Gerhardskraut, Gärtnerschreck

Wichtigste Inhaltsstoffe:
Ätherische Öle, 6,7g Eiweiß/100g, viel Vitamin C, Carotin, Mineralien

Was kann man wie verwenden:
Die jungen Blätter des Gierschs kann man von März bis April roh als Salat nutzen, zarte Blätter nahezu das ganze Jahr über roh oder erwärmt zu Gemüsegerichten.
Die Blüten verwendet man von Juni bis August als roh essbare Dekoration oder als aromatische Zutat für Suppen und Eintöpfe.
Lecker auch als Pesto!

Erntezeitpunkt:
März bis Juni die jungen Blätter, ältere Blätter als Würze von Juli bis August, Blüten im Juli.