Ehrenpreis

Ehrenpreis – Veronica - Wegerichgewächse (Plantaginaceae)

Da die hier wachsenden Ehrenpreise alle ähnlich angewendet werden, hier eine Zusammenfassung der häufigsten Arten:
Persischer Ehrenpreis – Veronica persica
Feld-Ehrenpreis – Veronica arvensis
Bachbungen-Ehrenpreis – Veronica beccabunga
Gamander-Ehrenpreis – Veronica chamaedrys
Efeu-Ehrenpreis – Veronica hederifolia
Echter Ehrenpreis (Wald-Ehrenpreis) – Veronica officinalis
Thymianblättriger Ehrenpreis – Veronica serpyllifolia

Ein alter Name des Ehrenpreis‘ lautet Allerweltsheil, schon daran erkennt man die Bedeutung, die man ihm zusprach. Er sollte gegen Pest und Aussatz helfen, und man verwendet ihn u.a. als Tee. Ehrenpreis wird auch „Männertreu“ genannt. Die bläulichen Blüten fallen leicht ab…

Vorkommen/Standort:
Es gibt weltweit ca. 300 Arten verschiedene Ehrenpreise (Gattung Veronica). Wir finden ihn in Gärten, Parks, auf Äckern, Rasenflächen, an Waldrändern, auf eher trockenem Boden. Und das gleich in Mengen. Und er erfreut uns mit einer langen Blütezeit von Februar bis in den September !
Charakteristisches Merkmal:
Die zarten weiß-blauen Blüten, die 4 Blütenblätter haben, und bei Berührung/Pflücken leicht abfallen. Wer sie einmal mit der Lupe betrachtet hat, erkennt Sie wieder.
Persischer Ehrenpreis:
Der Stängel ist behaart, die gegenständig angeordneten Blätter sind eiförmig und länger als breit. Die Blätter sind matt. Der Blattrand ist deutlich gekerbt/grob gezähnt.
Eingebettet in die Kelchblätter, besitzt die Frucht einen bis zu 3mm langen Griffel an der Spitze und misst im Durchmesser bis zu 1 cm.
Thymianblättriger Ehrenpreis:
Der Stängel ist aufrecht und nur schwach behaart. Kein oder nur sehr kurzer Blattstiel. Eiförmige, bis 2,5 cm lange Blätter. Die Blüten sind weißlich, durchzogen von blauen Adern.
Locker behaarte, abgeflachte Frucht.

Zu verwechseln mit:
Anderen Ehrenpreis-Arten, es ist jedoch keine Art als giftig bekannt.
Volksnamen:
Allerweltsheil, Männertreu, Grundheil aller Schäden, Köhlerkraut, Schlangenkraut.

Wichtigste Inhaltsstoffe:
Iridoide, Flavonoide, Kaffeesäurederivate, Gerbstoffe, ätherisches Öl.

Was kann man wie verwenden:
Blätter und Triebspitzen: Von März bis September als Tee (frisch oder getrocknet).
Man kann sie auch in den Salat geben, in Kräuterhackmischungen oder mitkochen (Suppe, Gemüsegerichte) oder in den Smoothie geben.
Blüten und Knospen: Von Februar bis September roh als essbare Deko auf Salate, Gemüsegerichte, Getränke.

Blühendes Kraut:
Verdauungsfördernd, stoffwechselanregend, unterstützend bei Atemwegserkrankungen (schleimlösend) oder bei chronischen Hauterkrankungen, dort u.a. zur Juckreizlinderung.
Volksheilkundlich auch bei Gelbsucht, Leber- und Milzleiden.